Garten-Lexikon9. August 2020
Gemüse lagern
Ob Karotte, Rote Beete, Gurke oder Tomate – im Spätsommer gibt es reichlich zu ernten! Wie du deine Erträge aus dem Garten am besten lagerst, um sie möglichst lange frisch und vitaminreich zu halten, erfährst du in diesem Artikel.

An welchem Ort?
Jede Gemüsesorte hat ihre eigenen Ansprüche, wie sie aufbewahrt werden möchte.
Gemüse, die bei warmen Temperaturen besonders gut wachsen, mögen nach der Ernte auch lieber weiterhin bei milden Temperaturen als im kalten Kühlschrank gelagert werden. Sprich – Paprika, Tomaten, Gurken oder Zucchini sind bei Raumtemperatur gut aufgehoben.
Andere Gemüsesorten wie Karotten, Radieschen oder Kohlrabi mögen es kühler und dunkel – damit ist ein Kühlschrank oder Vorratskeller der ideale Aufbewahrungsort, um sie knackig zu halten.
Da das Blattgemüse Mangold schnell welk und schlaff wird, genießt du ihn im besten Fall erntefrisch. Allerdings hält er es im Kühlschrank notgedrungen eine gewisse Zeit aus.
Sandbox
Solltest du einen kühlen Keller zur Verfügung haben, kannst du eine einige Gemüsesorten in einer Art Sandbox sehr lange lagern. Befülle einen Behälter, etwa eine Holzkiste, zunächst mit einer Schicht feuchtem Sand, lege Gemüse wie beispielsweise Karotten hinein und bedecke das Ganze am Ende wieder mit einer feuchten Sandschicht.
Wie genau?
Gemüse wie Karotten, Radieschen oder Kohlrabi, die gerne an kühleren Orten gelagert werden möchten, wickelst du für längere Frische am besten ungewaschen in ein feuchtes Tuch ein. Auch Mangold hältst du auf diese Weise etwas länger knackig.
Bei einigen Sorten wie Radieschen oder Karotten, solltest du das Grün entfernen, da es dem Gemüse Wasser entzieht. Dieses kann allerdings bei einigen Sorten verspeist werden und muss nicht im Biomüll landen.
An Tomaten lässt du übrigens einfach den Strunk dran, damit sie länger frisch bleiben und legst sie in eine Schale. Zudem sollten sie von anderen Gemüsen und Obst separat gelagert werden, da sie wie auch beispielsweise Äpfel Ethylen freisetzen, welches die direkte Nachbarschaft schneller reifen und verderben lässt.
Fotos: Katarina Wollherr (3)
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